Bundesliga wirtschaftlich stark wie nie!

By  | 26. Januar 2012 | Filed under: Wirtschaft

Die DFL hat den Bundesligareport 2012 veröffentlicht. In der Saison 2010/2011 kamen im Schnitt 42.101 Zuschauer zu den Spielen der 1. Bundesliga. Nur einer von vielen Faktoren warum die 18 Erstligisten in der letzen Spielzeit einen Rekordumsatz von 1,94 Milliarden Euro hinlegten und damit bereits den siebten Umsatzrekord in Folge feierten. Innerhalb der vergangenen vier Jahre konnte der Umsatz damit um 18,9 Prozent gesteigert werden. Die Bundesliga ist demnach nach England die Liga mit dem zweithöchsten Umsatz.  Etwas über die Hälfte (54%) machten dabei die Werbung und TV-Einnahmen aus. Auch bei den Klubs im Einzelnen sieht es besser aus: Nach den Verlusten des Vorjahres in Höhe von 78 Millionen Euro erzielten sie diesmal einen Gewinn nach Steuern von 52,5 Millionen Euro, wobei „nur“ 6 der 18 Vereine rote Zahlen schrieben (letztes Jahr noch 11). Zusätzlich konnten die Verbindlichkeiten der Bundesliga-Clubs von 644 Millionen Euro im Vorjahr auf 594 Millionen Euro gesenkt werden. Zudem erweist sich die Bundesliga auch für den Staat als besonders wichtig: Mit 719 Millionen Euro zahlten die Vereine und Kapitalgesellschaften so viele Steuern und Abgaben wie noch nie in der Geschichte des Lizenzfußballs. Außerdem sind insgesamt mehr als 14.000 Mitarbeiter direkt bei Klubs oder deren Tochtergesellschaften beschäftigt.

Nicht so rosig sieht es im europäischen Ausland aus. Die von der UEFA untersuchten 650 Vereine, machten 2010 36 Prozent mehr Verluste als 2009: Insgesamt 1,6 Milliarden Euro. Die Gesamtverschuldung liegt damit bei etwa 8,4 Milliarden Euro. Fraglich wie sich das Financial Fair Play der UEFA in Zukunft gerade für die hochverschuldeten Klubs auswirken wird. Ziel des Financial Fair Play ist es, dass Vereine, die mehr als fünf Millionen Euro Umsatz machen, nicht mehr Geld ausgeben dürfen, als sie einnehmen. Die Bilanzen werden offiziell erstmals 2013 geprüft. In der Übergangszeit, dürfen 2013 bis 2015 noch 45 Millionen Schulden pro Jahr gemacht werden, danach bis 2018 30 Millionen. Erst ab dann gilt: Mehr als fünf Millionen Ausgaben über den Einnahmen sind nicht mehr erlaubt.

 
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